Berufsbildungszentrum Mölln
Regionales Berufsbildungszentrum
des Kreises Herzogtum Lauenburg

Rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts

Überblick Stundentafel / Lernfelder Ansprechpartner Rechtsgrundlagen BGJ-Holztechnik
 

Tischler/-in Holzmechaniker/-in

 Überblick 
 1.Lehrjahr: Berufsgrundbildungsjahr 
 Fachpraktische Werkstattausbildung 
 Theorieunterricht 
 2. und 3.Ausbildungsjahr: Duale Ausbildung 

 Liste von Tischlereibetrieben zum Herunterladen 
(im PDF-Format)

Eine Powerpoint-Präsentation der Tischlerausbildung . (21MB herunterladen)

 

 

Überblick

In den Beruflichen Schulen in Mölln werden seit vielen Jahren alle Auszubildenden unterrichtet, die in einem Handwerksbetrieb oder einem Industriebetrieb des Landkreises eine Ausbildung zum Tischler oder Holzmechaniker machen. Zur Zeit sind das ca. 60 Lehrlinge, die in 3 Jahrgangsklassen von 3 Theorielehrern und 2 Fachlehrern unterrichtet werden.

Für diesen Unterricht stehen zwei Klassenräume, 2 Bankwerkstätten und eine Maschinenwerkstatt mit ständig angepasster Maschinenausstattung zur Verfügung.

Daneben werden für spezielle Unterrichtsfächer weitere Fachräume der Schule genutzt. So findet ein Teil des Unterrichts in Räumen mit Rechnerausstattung mit Internetzugang statt.

Der Beruf ist sowohl für junge Männer, als auch für junge Frauen geeignet, sofern sie körperlich belastbar sind und sich täglich auf unterschiedlichste technische Problemlösungen einstellen können.

Es gibt keine vorgeschriebene schulische Vorbildung für den Beruf des Tischlers. Die ständig zunehmenden technischen Anforderungen in der beruflichen Praxis und die umfangreichen theoretischen Inhalte der Ausbildung setzen jedoch zuverlässige mathematische Grundlagen, Interesse für physikalische und chemische Vorgänge, räumliches Vorstellungsvermögen und Qualitätsbewusstsein voraus.

zurueck  Seitenanfang  1.Lehrjahr

 

 

1.Lehrjahr: Berufsgrundbildungsjahr ( BGJ-Holztechnik )

Das 1.Ausbildungsjahr wird nach Vereinbarung mit den Ausbildungsbetrieben im Kreis Herzogtum Lauenburg ausschließlich in der Form des Berufsgrundbildungsjahres ( BGJ ) durchgeführt. Das BGJ ist eine Vollzeit – Schulklasse, in der für die Dauer eines Schuljahres sowohl die theoretischen, als auch die praktischen Inhalte des 1. Ausbildungsjahres zum Tischler vermittelt werden.

In diese Klasse kann nur aufgenommen werden, wer mit einem ausbildungsberechtigten Tischlereibetrieb einen Vorvertrag geschlossen hat. Dieser Vorvertrag stellt sicher, dass der Schüler nach erfolgreichem Abschluß des BGJ für das 2. und 3. Ausbildungsjahr zur weiteren Ausbildung in den Betrieb übernommen wird (Vorvertrag herunterladen als PDF oder DOC ).

Bewerber für das BGJ müssen deshalb also zuerst Bewerbungsgespräche mit Ausbildungsbetrieben führen und von diesen Betrieben als zukünftige Auszubildende an die Schule gemeldet werden. (LINK LISTE AUSBILDUNGSBETRIEBE)

Da es sich um eine Schulklasse handelt, ergibt sich während dieses ersten Jahres keine Ausbildungsbeihilfe. Eltern haben jedoch weiterhin ggf. Anspruch auf den Erhalt von Kindergeld. Die Fachbücher und Zeichenausstattungen werden für dieses Jahr von der Schule gestellt, müssen aber mit Beginn des eigenen Einkommens der Schüler im 2. Ausbildungsjahr kostenpflichtig übernommen werden. Arbeitssicherheitskleidung für die Arbeit in Werkstätten müssen jedoch von den Schülern selbst vorgehalten werden.

Die Schulwoche im BGJ gliedert sich in 16 Unterrichtsstunden Theorieunterricht und 16 Unterrichtsstunden praktische Werkstattausbildung. In den Herbstferien und in den Frühjahrsferien der Schule ist ein jeweils 14-tägiges Praktikum der Schüler in ihren zukünftigen Ausbildungsbetrieben verpflichtend.

zurueck  Seitenanfang  Fachpraxis

 

 

Fachpraktische Werkstattausbildung

Im fachpraktischen Unterricht wird die Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt, die jeweils in einem Bankraum untergebracht ist. Jede Schülerin und jeder Schüler übernimmt Verantwortung für eine Hobelbank und einen Satz Werkzeuge. Damit werden in den ersten Monaten Übungsstücke in Massivholz hergestellt. So lernen sie die Handhabung der Werkzeuge kennen. In der Ausarbeitung von traditionellen Holzverbindungen, wie Schlitz und Zapfen und Zinkung, erfahren sie viel über die Eigenschaften des Werkstoffes.

Zum Halbjahreswechsel wird der Unfallverhütungslehrgang an den elektrischen Handmaschinen und den stationären Maschinen außer der Tischfräse durchgeführt.

Im zweiten Halbjahr werden die gewonnenen Kenntnisse und Fertigkeiten dazu eingesetzt, weitgehend selbständig ein Möbel ( Link zu Photos ) zu planen und zu erstellen, wobei auch moderne Holzwerkstoffe und Verbindungen eingesetzt werden. Hier steht der koordinierte und verantwortungsvolle Umgang mit Material, Werkzeugen und Maschinen im Vordergrund.

zurueck  Seitenanfang  Theorieunterricht

 

 

Theorieunterricht

Im Theorieunterricht werden folgende Fächer unterrichtet:

Technologie

Der Werkstoff Holz und die daraus entwickelten Holzwerkstoffe erfordern wegen ihrer besonderen Eigenschaften bei der Verarbeitung detailreiches Fachwissen. Auch der qualitätsorientierte Einsatz der Werkzeuge und Maschinen in der Tischlerei kann nur auf der Grundlage zuverlässiger Kenntnis erfolgen. Beide Themenkreise werden im Unterricht behandelt und in der zweiten Jahreshälfte in Unterricht über Grundlagen der Möbelkonstruktion und Beschlagstechnik zusammengeführt.

Gestaltung, Konstruktion und Arbeitsplanung

Im BGJ wird das Anfertigen technischer Zeichnungen erlernt. Neben der Schulung von räumlichem Vorstellungsvermögen, Konzentration und Arbeitsqualität dient der Unterricht als Vorbereitung auf die Anfertigung von Konstruktionszeichnungen und Arbeitsablaufplanungen in den weiteren Lehrjahren.

Technische Mathematik

Anders, als im bisherigen Schulunterricht, dient der Unterricht in technischer Mathematik der Problemlösung beruflicher Aufgabenstellungen. In den Themenbereichen Flächen -, Volumen - und Prozentrechnung wird das Verständnis für wirtschaftlichen Arbeitseinsatz und Materialverbrauch gefördert.

Kommunikation

Die zuverlässige Beschaffung und Weitergabe von Informationen zwischen Menschen in der Ausbildung und im Beruf sind Schwerpunkt dieses Unterrichts.

CNC – Technik

Im zweiten Schulhalbjahr findet ein Einführungskurs in computergesteuerte Fertigungshilfen und Produktionstechniken statt.

Wirtschaft und Politik

Hier werden Grundlagen wirtschaftlichen Handelns im Privatleben und als Facharbeiter und die Rahmenbedingungen politischen Handelns als Mitglied einer Gesellschaft und Bürger der Bundesrepublik Deutschland unterrichtet.

Englisch

Da mit erfolgreichem Abschluss der Ausbildung der Realschulabschluss zuerkannt wird, ist ein einjähriger Englischunterricht im ersten Ausbildungsjahr verbindlich. Die in der vorangegangenen Schulzeit erworbenen Kenntnisse werden hier besonders an fachlichen Themen gefestigt und erweitert.

Das BGJ ist erfolgreich absolviert, wenn das Abschlusszeugnis am Ende des Schuljahres einen ausreichenden Leistungsstand bescheinigt.

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2. und 3.Ausbildungsjahr: Duale Ausbildung

Nach erfolgreichem Berufsgrundbildungsjahr beginnt jeweils zu 1. September die 4-monatige Probezeit der zwei folgenden Ausbildungsjahre in einer Tischlerei. In dieser Zeit ist der Auszubildende Mitarbeiter des Betriebs und lernt dort im Rahmen seines Ausbildungsvertrages die praktische Seite seines Berufes weiter. Einmal wöchentlich nimmt er weiterhin an einem 8 – stündigen Unterrichtstag der Berufsschule teil. An diesem Tag werden die Fächer Technologie, Technische Mathematik, Gestaltung, Konstruktion und Arbeitsplanung, sowie Wirtschaft und Politik unterrichtet. Nach Vertiefung der Kenntnisse im Möbelbau wird jetzt der Gebäude-Innenausbau, der Fenster- und Türenbau und die bauphysikalischen Zusammenhänge dieser Tätigkeitsbereich Schwerpunkt des Berufsschulunterrichts. Kurz vor Ende des 2.Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Sie dient dazu, den theoretischen Kenntnisstand und die praktischen Fertigkeiten zu diesem Zeitpunkt festzustellen.

Am Ende des 3. Ausbildungsjahres findet die Gesellen oder Facharbeiterprüfung statt. Die Prüfung besteht aus einem theoretischen Teil und einem praktischen Teil und erstreckt sich über 2 Monate. Sie wird für Tischler vom Prüfungsausschuss der Handwerkskammer und für Holzmechaniker vom Prüfungsausschuss der Industrie- und Handelskammer abgenommen.

In der theoretischen Prüfung sind Aufgabenstellungen der vier Berufsschulfächer Technologie, Technische Mathematik, Gestaltung, Konstruktion und Arbeitsplanung, sowie Wirtschaft und Politik zu bearbeiten. Die praktische Prüfung der Tischler umfasst die 2 – wöchige Arbeit an einem Gesellenstück im Ausbildungsbetrieb und eine 1 – tägige Arbeitsprobe an einer Prüfungsaufgabe. Holzmechaniker stellen in einer Prüfungswerkstatt in 3 Tagen ein vorgegebenes Prüfungsstück her.

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