Berufsbildungszentrum Mölln
Regionales Berufsbildungszentrum
des Kreises Herzogtum Lauenburg
Rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts
Elektroniker für Betriebstechnik Elektronikerin für Betriebstechnik |
Unterrichtsstunden
bezogen auf die
3 1/2-jährige Berufsausbildung
|
| Berufsbezogene Lernbereiche |
|
|
Funktions- und Systemanalyse
Arbeitsauftrag
Systementwurf
Wahlpflichtbereich
|
380
340
300
120
| |
| Berufsübergreifende Lernbereiche |
|
|
Wirtschaft/Politik
Kommunikation
Englische
Sport
Religionsgespräch
|
280
100
80
80
1)
|
|
| |
1680 |
|
1) Nach den Bestimmungen der Rahmenstundentafel
Hinweis: Klicken Sie auf die Nummern der Lernfelder, um weitere Informationen zu erhalten.
Übersicht über die Lernfelder für den Ausbildungsberuf Elektroniker für Betriebstechnik/Elektronikerin für Betriebstechnik |
| Lernfelder | Zeitrichtwerte |
| Nr. | | 1. Jahr | 2. Jahr | 3. u. 4. Jahr |
| 1 |
Elektrotechnische Systeme analysieren und Funktionen prüfen |
80 |
|
|
| 2 |
Elektrische Installationen planen und ausführen |
80 |
|
|
| 3 |
Steuerungen analysieren und anpassen |
80 |
|
|
| 4 |
Informationstechnische Systeme bereitstellen |
80 |
|
|
| 5 |
Elektroenergieversorgung und Sicherheit von Betriebsmitteln gewährleisten |
|
80 |
|
| 6 |
Geräte und Baugruppen in Anlagen analysieren und prüfen |
|
60 |
|
| 7 |
Steuerungen für Anlagen programmieren und realisieren |
|
80 |
|
| 8 |
Antriebssysteme auswählen und integrieren |
|
60 |
|
| 9 |
Gebäudetechnische Anlagen ausführen und in Betrieb nehmen |
|
|
80 |
| 10 |
Energietechnische Anlagen errichten und in Stand halten |
|
|
100 |
| 11 |
Automatisierte Anlagen in Betrieb nehmen und in Stand halten |
|
|
100 |
| 12 |
Elektrotechnische Anlagen planen und realisieren (im 4. Jahr) |
|
|
80 |
| 13 |
Elektrotechnische Anlagen in Stand halten und ändern (im 4. Jahr) |
|
|
60 |
| |
Summe (insgesamt 1020 Std.) |
320 |
280 |
420 |
| Lernfeld 1: |
Elektrotechnische Systeme analysieren und Funktionen prüfen |
1. Ausbildungsjahr Zeitrichtwert: 80 Stunden |
Zielformulierung:
Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Aufgaben, Arbeitsanforderungen, Tätigkeiten
und exemplarische Arbeitsprozesse ihres Berufes.
Die Schülerinnen und Schüler analysieren elektrotechnische Systeme auf der Anlagen-, Geräte-,
Baugruppen- und Bauelementeebene sowie Wirkungszusammenhänge zwischen den
einzelnen Ebenen. Dabei lesen und erstellen sie technische Unterlagen. Sie bestimmen Funktionen
und Betriebsverhalten ausgewählter Bauelemente und Baugruppen und deren Aufgaben
in elektrotechnischen Systemen. Die Schülerinnen und Schüler beschaffen dazu selbstständig
Informationen und werten sie aus. Englischsprachige technische Dokumentationen
werten sie unter Zuhilfenahme von Hilfsmitteln aus.
Zur Analyse und Prüfung von Grundschaltungen und zum Erkennen allgemeiner Gesetzmäßigkeiten
der Elektrotechnik ermitteln die Schülerinnen und Schüler elektrische Größen messtechnisch
und rechnerisch, dokumentieren und bewerten diese.
Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Funktion elektrischer Schaltungen und Betriebsmittel.
Sie analysieren und beheben Fehler.
Die Schülerinnen und Schüler realisieren Aufgaben im Team und kommunizieren fachsprachlich
korrekt. Sie wenden Methoden der Arbeits-, Zeit- und Lernplanung an. Sie handeln
verantwortungsbewusst unter Berücksichtigung sicherheitstechnischer Aspekte.
|
Inhalte:
- Betriebliche Strukturen, Arbeitsorganisation, betriebliche Kommunikation
- Produkte, Dienstleistungen
- Schaltpläne, Schaltzeichen
- Elektrische Betriebsmittel, Grundschaltungen, elektrische Grundgrößen
- Verhalten und Kennwerte exemplarischer Bauelemente und Funktionseinheiten
- Gefahren des elektrischen Stromes, Sicherheitsregeln, Arbeitsschutz
- Messverfahren, Funktionsprüfung, Fehlersuche
- Teamarbeit
- Methoden der Informationsbeschaffung und -aufbereitung
|
| Lernfeld 2: |
Elektrische Installationen planen und ausführen |
1. Ausbildungsjahr Zeitrichtwert: 80 Stunden |
Zielformulierung:
Die Schülerinnen und Schüler analysieren Aufträge zur Installation der Energieversorgung
von Anlagen und Geräten.
Die Schülerinnen und Schüler planen Installationen unter Berücksichtigung typischer Netzsysteme
und der erforderlichen Schutzmaßnahmen. Sie erstellen Schalt- und Installationspläne
auch rechnergestützt. Sie bemessen die Komponenten und wählen diese unter funktionalen,
ökonomischen und ökologischen Aspekten aus.
Die Schülerinnen und Schüler wenden Fachbegriffe der Elektroinstallationstechnik an. Sie
werten Informationen auch in englischer Sprache aus.
Die Schülerinnen und Schüler planen die typischen Abläufe bei der Errichtung von Anlagen.
Dabei bestimmen sie die Vorgehensweise zur Auftragserfüllung, Materialdisposition und Abstimmung
mit anderen Beteiligten, wählen die Arbeitsmittel aus und koordinieren den Arbeitsablauf.
Sie ermitteln die für die Errichtung der Anlagen entstehenden Kosten, erstellen
Angebote und erläutern diese den Kunden.
Die Schülerinnen und Schüler errichten Anlagen. Sie halten dabei die Sicherheitsregeln unter
Berücksichtigung der Unfallverhütungsvorschriften beim Arbeiten in und an elektrischen
Anlagen ein. Sie erkennen mögliche Gefahren des elektrischen Stromes und berücksichtigen
einschlägige Sicherheitsbestimmungen und Schutzmaßnahmen.
Die Schülerinnen und Schüler nehmen Anlagen in Betrieb, protokollieren Betriebswerte und
erstellen Dokumentationen. Sie prüfen die Funktionsfähigkeit der Anlagen, suchen und beseitigen
Fehler. Sie übergeben die Anlagen an die Kunden, demonstrieren die Funktion und weisen
in die Nutzung ein.
Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Arbeitsergebnisse zur Optimierung der Arbeitsorganisation.
Sie erstellen für die bearbeiteten Aufträge eine Rechnung.
|
Inhalte:
- Auftragsplanung, Auftragsrealisierung
- Energiebedarf einer Anlage oder eines Gerätes
- Sicherheitsbestimmungen
- Installationstechnik
- Betriebsmittelkenndaten
- Schaltplanarten
- Leitungsdimensionierung
- Arbeitsorganisation
- Kostenberechnung, Angebotserstellung
|
| Lernfeld 3: |
Steuerungen analysieren und anpassen |
1. Ausbildungsjahr Zeitrichtwert: 80 Stunden |
Zielformulierung:
Die Schülerinnen und Schüler planen Änderungen und Anpassungen von Steuerungen nach
Vorgabe.
Die Schülerinnen und Schüler analysieren Anlagen und Geräte und visualisieren den strukturellen
Aufbau sowie die funktionalen Zusammenhänge. Sie bestimmen Steuerungen und unterscheiden
zwischen Steuerungs- und Regelungsprozessen.
Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden Techniken zur Realisierung von Steuerungen
und bewerten deren Vor- und Nachteile auch unter ökonomischen und sicherheitstechnischen
Aspekten.
Die Schülerinnen und Schüler ändern Steuerungen und wählen dazu Baugruppen und deren
Komponenten nach Anforderungen aus. Sie nehmen die gesteuerten Systeme in Betrieb, prüfen
die Funktionsfähigkeit, erfassen Betriebswerte messtechnisch und nehmen notwendige
Einstellungen vor. Sie dokumentieren die technischen Veränderungen unter Nutzung von
Standard-Software und anwendungsspezifischer Software.
Die Schülerinnen und Schüler organisieren ihre Lern- und Arbeitsaufgaben selbstständig sowie
im Team. Sie analysieren, reflektieren und bewerten dabei gewonnene Erkenntnisse. Sie
werten englischsprachige Dokumentationen unter Nutzung von Hilfsmitteln aus und wenden
auch englische Fachbegriffe zur schriftlichen Darstellung von Sachverhalten der Steuerungstechnik
an.
|
Inhalte:
- Blockschaltbild, EVA-Prinzip, Sensoren, Aktoren, Schnittstellen
- Wirkungskette, Funktionsbeschreibungen
- Verbindungs- und speicherprogrammierte Signalverarbeitung
- logische Grundverknüpfungen, Speicherfunktionen
- Normen, Vorschriften und Regeln
- Technische Dokumentationen
|
| Lernfeld 4: |
Informationstechnische Systeme bereitstellen |
1. Ausbildungsjahr Zeitrichtwert: 80 Stunden |
Zielformulierung:
Die Schülerinnen und Schüler planen die Bereitstellung und die Erweiterung informationstechnischer
Systeme nach Pflichtenheft. Sie analysieren Systeme, prüfen die technische und
wirtschaftliche Durchführbarkeit der Aufträge und bieten Lösungen an. Sie recherchieren
deutsch- und englischsprachige Medien durch Nutzung von Netzwerken.
Die Schülerinnen und Schüler wählen Hard- und Softwarekomponenten unter Berücksichtigung
von Funktion, Leistung, Einsatzgebiet, Kompatibilität, Ökonomie und Umweltverträglichkeit
aus und beschaffen diese.
Die Schülerinnen und Schüler installieren und konfigurieren informationstechnische Systeme
sowie aufgabenbezogen Standard- und anwendungsspezifische Software und wenden diese
an. Sie integrieren informationstechnische Systeme in bestehende Netzwerke und führen die
dazu notwendigen Konfigurationen durch. Die Schülerinnen und Schüler berücksichtigen
gesetzliche Bestimmungen zum Datenschutz und zum Urheber- und Medienrecht. Sie setzen
ausgewählte Maßnahmen zur Datensicherung und zum Datenschutz ein.
Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren und präsentieren die Arbeitsabläufe und
-ergebnisse zur Bereitstellung von informationstechnischen Systemen. Dazu setzen sie Software
zur Textgestaltung, Tabellenerstellung, grafischen Darstellung und Präsentation ein.
|
Inhalte:
- Funktion und Struktur des Pflichtenheftes
- Hardware, Betriebssysteme, Standard- und anwendungsspezifische Software
- Beschaffungsprozess
- Installations- und Konfigurationsprozesse von Hard- und Softwarekomponenten
- Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung
- Werkzeuge und Methoden zur Diagnose und Fehlerbehebung
- Lokale und globale Netzwerke, Datenübertragungsprotokolle
- Datensicherung und Datenschutz, Urheber- und Medienrecht
- Präsentationstechniken und -methoden
|
| Lernfeld 5: |
Elektroenergieversorgung und Sicherheit von Betriebsmitteln gewährleisten |
2. Ausbildungsjahr Zeitrichtwert: 80 Stunden |
Zielformulierung:
Die Schülerinnen und Schüler planen die Elektroenergieversorgung für Betriebsmittel und
Anlagen. Sie analysieren und klassifizieren Möglichkeiten der Elektroenergieversorgung nach
funktionalen, ökonomischen und ökologischen Aspekten.
Die Schülerinnen und Schüler dimensionieren Anlagen unter Berücksichtigung von Netzsystemen
und Schutzmaßnahmen. Dazu wählen sie Komponenten der Anlagen aus, bemessen
diese und erstellen Schaltpläne unter Nutzung von Fachliteratur, Datenblättern und Gerätebeschreibungen,
auch in englischer Sprache.
Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren bei Errichtung, Inbetriebnahme und Instandhaltung
von Anlagen der Elektroenergieversorgung und bei Betriebsmitteln die Einhaltung von
Normen, Vorschriften und Regeln zum Schutz gegen elektrischen Schlag, zum Arbeitsschutz
und zur Unfallverhütung.
Die Schülerinnen und Schüler prüfen ortsfeste und ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel
und nehmen diese in Betrieb. Sie protokollieren Betriebswerte und Prüfergebnisse und
ordnen diese in eine Dokumentation ein.
Die Schülerinnen und Schüler weisen die Nutzer in das Betreiben der Anlagen ein.
|
Inhalte:
- Schalt- und Verteilungsanlagen
- Umweltverträglichkeit
- Spannungsebenen
- Wechsel- und Drehstromsystem
- Netzsysteme
- Schutzeinrichtungen
- Mess- und Prüfmittel
- Prüfprotokolle
- Schutzklassen, Isolationsklassen
- Schutzarten
- Nutzereinweisung
|
| Lernfeld 6: |
Geräte und Baugruppen in Anlagen analysieren und prüfen |
2. Ausbildungsjahr Zeitrichtwert: 60 Stunden |
Zielformulierung:
Die Schülerinnen und Schüler planen und organisieren nach Kundenanforderungen Änderungs-
und Instandsetzungsaufträge an Geräten und Baugruppen von Anlagen und legen Arbeitsschritte
zur Durchführung von Arbeitsaufträgen fest.
Die Schülerinnen und Schüler analysieren Geräte, Baugruppen sowie Wirkungszusammenhänge
zwischen den Komponenten der Anlage. Dabei nutzen sie Fachliteratur, Datenblätter
und Gerätebeschreibungen, auch in englischer Sprache. Sie bestimmen Funktion und Betriebsverhalten
von Baugruppen der Anlage.
Die Schülerinnen und Schüler nehmen Messwerte und Signalverläufe auf und beurteilen diese
im Hinblick auf eine betriebssichere Funktion der Geräte und Baugruppen.
Die Schülerinnen und Schüler grenzen Fehler systematisch ein und beseitigen Störungen in
den Komponenten der Anlage. Sie führen Änderungs- und Instandsetzungsarbeiten an Geräten
und Baugruppen durch, kontrollieren und prüfen diese.
Die Schülerinnen und Schüler wenden Normen, Vorschriften und Regeln für die Änderung
und Instandsetzung von Geräten und Baugruppen an und beachten die Bestimmungen des
Arbeits- und Umweltschutzes.
Die Schülerinnen und Schüler erstellen rechnergestützt technische Unterlagen für die Dokumentation
der Änderungs- oder Instandsetzungsarbeit. Sie begründen, präsentieren und bewerten
die Arbeitsergebnisse.
|
Inhalte:
- Betriebs- und Gebrauchsanleitungen
- Methoden der Schaltungsanalyse
- Analoge und digitale Baugruppen
- Schaltungstechnische Standardlösungen
- Methoden der Fehlereingrenzung
- Simulationssoftware
- Mess- und Prüfverfahren
- Prüfvorschriften, Prüfprotokolle
- Technische Schaltungsunterlagen
- Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz
- Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)
- Gesprächsführung, Gesprächsprotokollierung
|
| Lernfeld 7: |
Steuerungen für Anlagen programmieren und realisieren |
2. Ausbildungsjahr Zeitrichtwert: 80 Stunden |
Zielformulierung:
Die Schülerinnen und Schüler planen Steuerungen für Anlagen. Sie analysieren Steuerungen
bestehender Anlagen, um diese an veränderte Kundenanforderungen anzupassen.
Die Schülerinnen und Schüler erfassen und analysieren Steuerungsabläufe. Sie wenden Werkzeuge
zur Programmentwicklung an, konfigurieren und parametrieren die notwendigen Hardund
Softwarekomponenten. Dabei wählen sie Darstellungsarten unter Einhaltung der Normen
und Vorschriften.
Die Schülerinnen und Schüler nehmen Steuerungen unter Berücksichtigung der Anlagenfunktionen
in Betrieb. Sie überprüfen selbstständig die Funktion von Steuerungen, auch unter
sicherheitsrelevanten Aspekten, und nutzen geeignete Prüf- und Messverfahren zur Fehlersuche.
Sie beheben Fehler in den von ihnen erstellten Steuerungsprogrammen.
Die Schülerinnen und Schüler ergänzen oder erstellen steuerungstechnische Dokumentationen
und präsentieren ihre Arbeitsergebnisse.
Die Schülerinnen und Schüler verwenden im Arbeitsprozess Fachsprache und Fachtermini,
auch in englischer Sprache.
Die Schülerinnen und Schüler arbeiten selbstständig und übernehmen Verantwortung im
Team. Sie beurteilen dabei gewonnene Erfahrungen und Erkenntnisse.
|
Inhalte:
- Anforderungskatalog
- Rechnergestützte Informationsbeschaffung
- Sensoren, Aktoren
- Funktionsgruppen einer Steuerung
- Programmdokumentation
- Funktionen, Funktionsbausteine
- Speicher-, Zeit- und Zählfunktionen
- Schrittketten
- Programmtest, Fehlersuche
- Prüfprotokolle, technische Dokumentation und Programmarchivierung
- Normen, Vorschriften und Regeln
- Präsentationstechniken mit Standard-Software
- Moderationstechniken
|
| Lernfeld 8: |
Antriebssysteme auswählen und integrieren |
2. Ausbildungsjahr Zeitrichtwert: 60 Stunden |
Zielformulierung:
Die Schülerinnen und Schüler planen die Auftragsabwicklung von antriebstechnischen Aufgabenstellungen
nach Kundenanforderungen. Sie analysieren Aufträge für Antriebssysteme
und planen die technische Realisierung des Antriebs.
Die Schülerinnen und Schüler koordinieren die Beschaffung von aufgabenbezogenen, auch
englischsprachigen Informationen im Team. Dazu führen sie Fachgespräche und werten ihre
Erkenntnisse aus.
Die Schülerinnen und Schüler wählen die erforderlichen Geräte, Baugruppen und Schutzeinrichtungen
unter funktionalen, ökonomischen und ökologischen Aspekten aus und dimensionieren
diese.
Die Schülerinnen und Schüler errichten elektrische und pneumatische Antriebe, prüfen diese
und führen nach der Parametrierung der Komponenten die Inbetriebnahme durch. Sie messen
und dokumentieren Betriebswerte, erstellen rechnergestützt technische Dokumentationen sowie
Schaltungsunterlagen, präsentieren diese den Nutzern und weisen sie ein.
Die Schülerinnen und Schüler wenden Normen, Vorschriften und Regeln für die Errichtung
und den Betrieb von elektrischen Antrieben an und beachten die Bestimmungen des Arbeitsund
Umweltschutzes. Sie überprüfen und dokumentieren fachgerecht deren Einhaltung.
Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Arbeitsergebnisse ganzheitlich.
|
Inhalte:
- Struktur von Antriebssystemen
- Stellglieder
- Gleich- und Wechselstrommaschinen
- Schutzeinrichtungen
- Bauformen, Betriebsarten, Schutzarten und Kühlung von Maschinen
- Geräte und Baugruppen zum Schalten und Steuern von Antrieben
- Anlass- und Bremsverfahren
- Drehzahlsteuerung
- Prüfverfahren
- Fachgespräch
- Technische Dokumentationen
|
| Lernfeld 9: |
Gebäudetechnische Anlagen ausführen und in Betrieb nehmen |
3. u. 4. Ausbildungsjahr Zeitrichtwert: 80 Stunden |
Zielformulierung:
Die Schülerinnen und Schüler planen die Auftragsabwicklung für elektrische Anlagen der
Gebäudetechnik unter technischen und zeitlichen Vorgaben. Sie koordinieren ihre Zeit- und
Arbeitsplanung im Team und in Abstimmung mit anderen Gewerken. Die Schülerinnen und
Schüler überprüfen ihre Entscheidungen auf Durchführbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit.
Die Schülerinnen und Schüler analysieren, erweitern, errichten und konfigurieren Systeme der
Gebäudetechnik unter Einschluss von Kommunikationssystemen und beziehen bei der Projektierung
die Visualisierung ein.
Die Schülerinnen und Schüler prüfen die fertig gestellten Anlagen der Gebäudetechnik, nehmen
diese in Betrieb und weisen die Nutzer ein.
Die Schülerinnen und Schüler überwachen Systeme der Gebäudetechnik, grenzen bei Störungen
Fehler systematisch ein und ergreifen Maßnahmen zu deren Behebung. Dabei wenden sie
Diagnosesysteme an und interpretieren Funktions- und Fehlerprotokolle. Sie nutzen Reklamationen
zur Verbesserung von Anlagen und Dienstleistungen.
Die Schülerinnen und Schüler beachten Sicherheits- und Brandschutzvorschriften und legen
Maßnahmen zu deren Einhaltung fest.
Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten und erstellen die für den Betrieb von Anlagen notwendigen
Serviceunterlagen. Dabei nutzen sie branchenübliche Software.
Die Schülerinnen und Schüler verwenden Fachliteratur, Produktdatenbanken, Geräte- und
Anlagenbeschreibungen, auch in englischer Sprache.
|
Inhalte:
- Kundenberatung
- Materialdisposition und Kalkulation
- Licht- und Beleuchtungstechnik
- Gefahren- und Brandmeldeanlagen
- Kommunikationsanlagen
- Blitzschutz
- Gebäudesystemtechnik und deren Komponenten
- Lastmanagement
- Visualisierungssoftware
- Normen, Vorschriften und Regeln
|
| Lernfeld 10: |
Energietechnische Anlagen errichten und in Stand halten |
3. u. 4. Ausbildungsjahr Zeitrichtwert: 100 Stunden |
Zielformulierung:
Die Schülerinnen und Schüler analysieren Kundenaufträge zur Errichtung von Energieversorgungsanlagen
und planen die Auftragsabwicklung in Abstimmung mit allen am Prozess Beteiligten.
Die Schülerinnen und Schüler beschaffen auftragsbezogene Informationen über Aufbau und
Betriebsverhalten von Niederspannungsschaltanlagen und bewerten das Zusammenwirken der
Komponenten. Sie planen die Arbeitsschritte und treffen Entscheidungen zur Arbeitsorganisation,
um die Montage und Installation zielgerichtet und zeitökonomisch durchzuführen.
Dabei berücksichtigen sie insbesondere die Einhaltung der Sicherheitsregeln, Unfallverhütungsvorschriften
und Umweltschutzbestimmungen.
Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren und bewerten Arbeitsabläufe und Arbeitsergebnisse
nach ökonomischen, ökologischen und sicherheitstechnischen Aspekten.
Bei der Inbetriebnahme setzen sie Mess- und Prüfverfahren ein und nehmen erforderliche
Einstellungen und Veränderungen vor.
Die Schülerinnen und Schüler führen fristgerecht Wiederholungsprüfungen durch, lokalisieren
und beurteilen Betriebsstörungen. Sie besprechen mit den Beteiligten Lösungswege zur
Beseitigung der Fehler und beheben zielgerichtet Störungen.
Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren alle Arbeitsabläufe und die Veränderungen der
Anlagen.
|
Inhalte:
- Leitungen und Leitungsnetze
- Schaltanlagen
- Schutzeinrichtungen für elektrische Netze
- Netzarten
- Dezentrale Energieversorgungssysteme
- Energietechnische Anlagen in Gebäuden, in besonderen Räumen und im Freien
- Kompensation
- Messwerterfassung, -verarbeitung und -auswertung
- Fehlerarten und Methoden der Fehlersuche
- Recycling und Entsorgung
|
| Lernfeld 11: |
Automatisierte Anlagen in Betrieb nehmen und in Stand halten |
3. u. 4. Ausbildungsjahr Zeitrichtwert: 100 Stunden |
Zielformulierung:
Die Schülerinnen und Schüler planen Steuerungen für komplexe automatisierte Anlagen. Sie
analysieren Steuerungen bestehender Anlagen und installieren automatisierte Anlagen. Sie
binden Komponenten in übergeordnete Automatisierungssysteme mittels industrieller Kommunikationssysteme
ein.
Die Schülerinnen und Schüler organisieren und optimieren ihre Arbeitsprozesse arbeitsteilig.
Sie verhindern durch vorausschauende Analyse mögliche Fehlerquellen bei der Planung von
Anlagen. Sie erfassen die Auswirkungen der Fehlerquellen auf die Anlagen und Dienstleistungen
und setzen präventive Schritte um.
Die Schülerinnen und Schüler konfigurieren und parametrieren automatisierte Anlagen und
die darin eingebundenen Antriebssysteme. Sie berücksichtigen dabei die Topologie und die
Strukturen von Automatisierungssystemen. Sie erfassen und analysieren deren Datenaustausch
und setzen Instrumente zur Programmentwicklung und -visualisierung ein.
Die Schülerinnen und Schüler wenden Normen, Vorschriften und Regeln für die Errichtung
und den Betrieb von automatisierten Anlagen sowie kommunikationsfähigen elektrischen
Antrieben und Bestimmungen des Arbeitsschutzes an. Sie dokumentieren fachgerecht deren
Einhaltung.
Die Schülerinnen und Schüler überprüfen selbstständig die Funktion und Sicherheit von automatisierten
Anlagen und nehmen sie in Betrieb.
Die Schülerinnen und Schüler führen Wartungs- und Diagnosearbeiten, auch Ferndiagnose,
an automatisierten Anlagen und Antrieben durch. Sie wenden dabei Strategien zur systematischen
Fehlereingrenzung und -beseitigung an.
Die Schülerinnen und Schüler erstellen und modifizieren Dokumentationen, nutzen auch englischsprachige
Unterlagen und präsentieren ihre Ergebnisse. Dabei verwenden sie Standardund
anwendungsspezifische Software.
|
Inhalte:
- Ebenen der Automatisierungstechnik
- Kennwerte und Normen von Bussystemen
- Konfiguration von Netzwerken und Bussystemen
- Digitale Software-Regelungen
- Betriebsarten von automatisierten Anlagen
- Wortverarbeitung, Analogwertverarbeitung
- Steuern und Regeln von kommunikationsfähigen Antriebssystemen
- Umrichtergespeiste Antriebe
- Netzrückwirkungen und EMV-Maßnahmen
- Fehlermöglichkeits- und Fehlereinflussanalyse
- kontinuierlicher Verbesserungsprozess
- Konfliktlösungsstrategien
|
| Lernfeld 12: |
Elektrotechnische Anlagen planen und realisieren |
3. u. 4. Ausbildungsjahr Zeitrichtwert: 80 Stunden |
Zielformulierung:
Die Schülerinnen und Schüler planen Projekte für elektrotechnische Anlagen. Sie definieren
Ziele, analysieren und strukturieren Aufgaben im Hinblick auf ihre Durchführbarkeit und berücksichtigen
bei der Projektauswahl die Einsatzgebiete.
Die Schülerinnen und Schüler planen, entwickeln und realisieren praxisgerechte Lösungen.
Dabei übernehmen sie Verantwortung für die Projektorganisation sowie die Abstimmung der
Lern- und Arbeitsprozesse. Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren den Projektfortschritt,
analysieren und bewerten den Verlauf. Sie beachten grundlegende Normen und Abläufe
des Qualitätsmanagements und sichern dadurch die Qualität von Produkten und Prozessen.
Die Schülerinnen und Schüler errichten die elektrotechnischen Anlagen oder Anlagenkomponenten,
nehmen diese in Betrieb und prüfen Teil- und Gesamtfunktionen. Sie demonstrieren
Aufbau und Funktion der Anlagen oder Anlagenkomponenten.
Die Schülerinnen und Schüler beachten bei der Projektrealisierung Recyclingmöglichkeiten
und Umweltverträglichkeiten.
Sie erstellen und modifizieren Dokumentationen, nutzen auch englischsprachige Unterlagen
und präsentieren ihre Ergebnisse. Dabei verwenden sie aktuelle Informations- und Kommunikationsmedien.
Die Schülerinnen und Schüler beurteilen Projektergebnisse und Handlungsprozesse unter
lern- und arbeitsorganisatorischen, technischen und ökonomischen Aspekten.
|
Inhalte:
- Projektbeschreibung
- Zeit- und Arbeitsplanung
- Wirtschaftlichkeit
- Anlagen- und Produktgestaltung
- Normen, Vorschriften und Regeln
- Qualitätssicherung
- Projektbeurteilung
|
| Lernfeld 13: |
Elektrotechnische Anlagen in Stand halten und ändern |
3. u. 4. Ausbildungsjahr Zeitrichtwert: 60 Stunden |
Zielformulierung:
Die Schülerinnen und Schüler planen Instandhaltungs- und Änderungsmaßnahmen in elektrotechnischen
Anlagen.
Die Schülerinnen und Schüler analysieren Störungen und wenden Methoden und Strategien
zur systematischen Fehlereingrenzung und -beseitigung in elektrotechnischen Anlagen oder
Anlagenkomponenten an. Sie ändern elektrotechnische Anlagen oder Anlagenkomponenten
nach Kundenwünschen und dokumentieren diese fachgerecht.
Die Schülerinnen und Schüler weisen die Kunden in die Bedienung der veränderten Anlagen
ein, informieren über gesetzliche Auflagen bei der Instandhaltung und erläutern die veränderten
Instandhaltungsbedingungen.
Für die Projektdokumentation nutzen die Schülerinnen und Schüler auch englischsprachige
Unterlagen und präsentieren ihre Ergebnisse.
Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre beruflichen Lern- und Arbeitsprozesse. Zur
Weiterentwicklung ihrer Kompetenzen und Qualifikationen nutzen sie geeignete Qualifizierungsmöglichkeiten
sowie unterschiedliche Lerntechniken und -medien.
|
Inhalte:
- Zeit- und Arbeitsplanung
- Instandhaltungskonzepte
- Normen, Vorschriften und Regeln
- Kundenberatung und -einweisung
- Prozessdokumentation
- Wissensmanagement
|