Berufsbildungszentrum Mölln
Regionales Berufsbildungszentrum
des Kreises Herzogtum Lauenburg

Rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts

Ausbildungsvorbereitendes Jahr Berufseingangsklassen Berufsvorbereitende Maßnahmen
 

Zielgruppe

Diese Klassen werden für Jugendliche eingerichtet, die ihre Vollzeitschulpflicht an den allgemeinbildenden Schulen erfüllt haben aber noch berufsschulpflichtig sind und über keinen Ausbildungsplatz verfügen.

(§23 Schulgesetz Schleswig-Holstein):
Beginn und Ende der Berufsschulpflicht
(1) Die Berufsschulpflicht beginnt für Minderjährige mit dem Verlassen einer weiterführenden allgemein bildenden Schule oder eines Förderzentrums nach Erfüllung der Vollzeitschulpflicht und dauert
1. bis zum Abschluss eines bestehenden Ausbildungsverhältnisses oder,
2. wenn kein Ausbildungsverhältnis besteht, bis zum Ende des Schulhalbjahres, in dem die Schülerin oder der Schüler volljährig wird.

Zielsetzung

In den Klassen können die Jugendlichen keinen weiterführenden Schulabschluss erwerben. Sie haben jedoch die Möglichkeit, vorhandene Kompetenzen zu festigen, zu vertiefen oder auch neue zu erwerben. Durch den Besuch dieser Klasse können die Noten der vorhandenen Schulabschlusszeugnisse nicht verändert werden. Jedoch können die in diesen Klassen ausgestellten Zeugnisse die alten Abschlusszeugnisnoten relativieren. Auch wird bei Bewerbungsschreiben einem potentiellen Ausbildungsbetrieb eine zusätzliche Lernmotivation deutlich.
Die individuelle Förderung berufsspezifischer Fähigkeiten, das Training sozialer Verhaltensweisen sowie die Möglichkeit, in verschiedenen Bereichen der Unterrichte partizipieren zu können, stehen im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit. Sie wird geleistet von einem Team engagierter Berufsschullehrerinnen und -lehrern sowie weiteren sozialpädagogischen Fachkräften.

Unterrichtsorganisation

Der Tatsache, dass viele Jungendliche mit unterschiedlichen Schulabschlüssen oder auch ohne Schulabschluss zu uns kommen, wird mit der Bildung mehrerer abschlussspezifischer Klassen begegnet.
Der Unterricht findet in der Regel an einem Tag in der Woche statt (Ausnahme: Blockunterricht - siehe unten)

Unterrichtsfächer

Stundentafel für
Berufseingangsklasse der Berufsschule
Unterrichtsstunden
Berufsbezogener Lernbereich
Fachtheorie (Fachkunde und Fachbezogene Mathematik)
Fachpraxis
 
 
 
Berufsübergreifender Lernbereich
Wirtschaft/Politik
Deutsch mit Schriftverkehr/Kommunikation
Sport/Gesundheitsförderung
Religionsgespräch
 
 
 
 
 
Zusatzunterricht zum Erwerb eines dem Haupt-
schulabschluss gleichwertigen Abschlusses:
Mathematik
Deutsch
Englisch
 
 
 
 
 

 

Betriebspraktika sind sinnvolle und gewünschte Ergänzungen zum Unterricht.

Für besonders motivierte Schülerinnen und Schüler, für Schülerinnen und Schüler in Langzeitpraktika oder Arbeitsverhältnissen besteht die Möglichkeit, an einem zweiwöchigen Blockunterricht teilzunehmen, der den wöchentlichen Besuch der Berufsschule für ein Schulhalbjahr ersetzt.
Dieser besteht zusätzlich zu den oben aufgeführten Fächern aus fachpraktischen Unterrichten in unseren Holz- oder Metallwerkstätten.
Der Unterricht findet während dieser Zeit täglich von morgens bis in den Nachmittag hinein statt (acht Zeitstunden) und wird von den Teilnehmern als sehr gewinnbringend bewertet.

In begründeten Einzelfällen (zum Beispiel Praktika im Vorfeld der Aufnahme eines Ausbildungsverhältnisses) können die Schüler zeitweise vom Unterricht befreit werden. Die Befreiung erfolgt ausschließlich auf schriftlichen Antrag der Erziehungsberechtigten durch die Schulleitung.

 

Im Rahmen des Konzeptes Schule und Arbeitswelt werden alle Schülerinnen und Schüler der Berufseingangsklassen von einem Schülercoach des JAW Geesthacht bzw. der überbetrieblichen Ausbildungsstätte der Baugewerbeinnung des Kreises Herzogtum Lauenburg begleitet. Der Schülercoach unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei der Planung ihres Ausbildungs- und Berufsweges. Zudem haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit an einer Potentialanalyse, einer Berufsfelderprobung und an Qualifizierungsbausteinen teilzunehmen. Die Potentialanalyse soll den Schülerinnen und Schülern helfen herauszufinden, welche beruflichen Stärken sie haben. Im Rahmen der Berufsfelderprobung können sie sich an mehreren Tagen in ausgewählten Berufsfeldern wie Metall, Holz, Handel/Lager, Farbe usw. erproben. Zudem können die Schülerinnen und Schüler im Rahmen von Qualifizierungsbausteinen über einem Zeitraum von 1-3 Monaten die Ausbildungsinhalte unterschiedlicher Ausbildungsberufe näher kennen lernen.